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Gesundheit

Mar­ti­na Voss-Teck­len­burg ist Bot­schaf­te­rin der „Woche der Demenz 2019“

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Die Trai­ne­rin der Frau­en­fuß­ball-Natio­nal­mann­schaft, Mar­ti­na Voss-Teck­len­burg, wird in die­sem Jahr Bot­schaf­te­rin der „Woche der Demenz“Die Akti­ons­wo­che fin­det vom 14. bis 21. Sep­tem­ber 2019 unter dem Mot­to „Demenz. Ein­an­der offen begeg­nen” statt. Im Rah­men der „Woche der Demenz“ set­zen sich das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend für mehr Ver­ständ­nis für die Belan­ge von Men­schen mit Demenz und ihren Ange­hö­ri­gen ein.

„Es ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung und Ehre für mich, Dr. Fran­zis­ka Gif­fey und Jens Spahn als Bot­schaf­te­rin beim The­ma Demenz zu unter­stüt­zen“, so Mar­ti­na Voss-Teck­len­burg. „Mit Sport kann sich jeder vor­beu­gend gegen die­se vor allem im Alter zuneh­mend auf­tre­ten­de schlim­me Krank­heit wapp­nen. Mit mei­ner Erfah­rung in phy­si­schen, psy­chi­schen und sozia­len Berei­chen des Sports will ich dabei hel­fen, Infor­ma­tio­nen zu ent­wi­ckeln, und vor Ort mit den Men­schen über die­ses wich­ti­ge The­ma sprechen.“

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn: „Viel Bewe­gung, eine gesun­de Ernäh­rung und ein akti­ves Leben – das ist das bes­te Rezept, um einer Demenz vor­zu­beu­gen. Als erfolg­rei­che Spit­zen­sport­le­rin und Bun­des­trai­ne­rin ver­kör­pert Mar­ti­na Voss-Teck­len­burg genau die­sen prä­ven­ti­ven Ansatz. Ich freue mich daher sehr, dass sie uns unter­stützt. Noch gibt es kei­ne Imp­fung und auch kein Heil­mit­tel gegen Demenz. Umso wich­ti­ger ist es, das eige­ne Risi­ko zu erkran­ken, so gut es geht zu senken.“

Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Dr. Fran­zis­ka Gif­fey: „Wir kön­nen Demenz zwar nicht hei­len, aber jeder kann etwas für sich und für sei­ne geis­ti­ge Gesund­heit tun. Wer sich gesund ernährt, kör­per­lich und geis­tig aktiv ist, hält sich fit und hat auch ein gerin­ge­res Risi­ko, im Alter an einer demen­zi­el­len Erkran­kung zu lei­den. Ich freue mich, dass wir Mar­ti­na Voss-Teck­len­burg als Bot­schaf­te­rin gewon­nen haben, die auf das The­ma Demenz öffent­lich auf­merk­sam machen wird. Als Trai­ne­rin unse­rer Frau­en-Fuß­ball-Natio­nal­mann­schaft steht sie für ein akti­ves Leben und kann somit Vor­bild sein. Im Sport erle­ben wir Gemein­schaft und alle kön­nen mit­ma­chen – ob jung oder alt, ob mit oder ohne Erkran­kung. Das Mot­to der dies­jäh­ri­gen Woche der Demenz lau­tet „Ein­an­der offen begeg­nen“. Ich wün­sche mir und allen Part­nern für die Woche der Demenz vie­le offe­ne Begeg­nun­gen von Men­schen mit und ohne Demenz – im All­tag, im Sport, im gesell­schaft­li­chen Leben.“

Rund 1,7 Mil­lio­nen Men­schen sind heu­te in Deutsch­land an Demenz erkrankt. Jedes Jahr kom­men etwa 40.000 Men­schen dazu. So leben in Fami­li­en, in der Nach­bar­schaft und im Quar­tier künf­tig immer mehr Men­schen mit Demenz. Die Krank­heit wird oft­mals tabui­siert: Erkrank­te und Ange­hö­ri­ge füh­len sich iso­liert, sie fin­den zu wenig Hil­fe und Unter­stüt­zung. Daher arbei­tet die Bun­des­re­gie­rung der­zeit mit zahl­rei­chen Akteu­ren an der ers­ten Natio­na­len Demenz­stra­te­gie für Deutschland.


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HANSA Senio­ren­wohn­stift Papen­burg — Haus Friederike

In Blick­wei­te der moder­nen, groß­zü­gig ange­leg­ten Wohn­ap­par­te­ments und Pfle­ge­zim­mer die­ses Senio­ren­wohn­stif­tes liegt die „Frie­de­ri­ke von Papen­burg“. Das his­to­ri­sche Segel­schiff gab der im Jahr 2001 eröff­ne­ten Ein­rich­tung den Namen.

Im „Haus Frie­de­ri­ke“ fin­den älte­re Men­schen ein siche­res und gebor­ge­nes Zuhau­se mit einem beson­de­ren Flair. Im Her­zen Papen­burgs, wo seit 1795 Segel­schif­fe und heu­te gro­ße Kreuz­fahrt­schif­fe für die gan­ze Welt gebaut wer­den, haben wir 99 hel­le, kom­for­ta­ble Wohn­ein­hei­ten ver­schie­de­ner Grö­ße und Auf­tei­lung geschaf­fen und mit aller Sorg­falt alters­ge­recht aus­ge­stat­tet. Sie bie­ten vie­le Spiel­räu­me für die eigen­stän­di­ge Lebens­füh­rung im Rah­men des betreu­ten Wohnens.

Geräu­mi­ge und behag­lich ein­ge­rich­te­te Pfle­ge­zim­mer, die in der Möblie­rung von den Bewoh­nern ergänzt wer­den kön­nen und die fach­kun­di­ge Pfle­ge in allen Pfle­ge­gra­den ergän­zen das Ange­bot. Im „Haus Frie­de­ri­ke“ erle­ben Senio­ren einen eben­so akti­ven wie siche­ren Lebensabend.

Ger­ne zei­gen wir Ihnen unser Haus per­sön­lich. Rufen Sie uns ein­fach an und ver­ein­ba­ren Sie einen Termin.

HANSA Senio­ren­wohn­stift Papenburg
Haus Friederike

Frie­de­ri­k­en­stra­ße 50

26871 Papen­burg

04961 921–5

04961 921–499

sws.papenburg@hansa-gruppe.info

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Gesundheit

Spahn: Pflicht für Masern-Imp­fung in Kin­der­gär­ten und Schulen

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Impf­quo­ten bei Schul­an­fän­gern wei­ter­hin zu niedrig

Die Impflü­cken bei Masern sind wei­ter­hin zu groß. Das geht aus neu­en Aus­wer­tun­gen zu Impf­quo­ten her­vor, die das Robert Koch-Insti­tut (RKI) am 2. Mai 2019 im Epi­de­mio­lo­gi­schen Bul­le­tin ver­öf­fent­licht hat. Zwar haben 97,1 Pro­zent der Schul­an­fän­ger die ers­te Imp­fung bekom­men. Aber bei der ent­schei­den­den zwei­ten Masern­imp­fung gibt es gro­ße regio­na­le Unter­schie­de, so dass auf Bun­des­ebe­ne die gewünsch­te Impf­quo­te von 95 Pro­zent noch immer nicht erreicht wird. Nach den neu­en Daten des RKI sind gut 93 Pro­zent der Schul­an­fän­ger 2017 zwei­mal gegen Masern geimpft. Die Imp­fun­gen gegen Diph­the­rie, Teta­nus, Keuch­hus­ten oder auch gegen Kin­der­läh­mung haben bei den Schul­an­fän­gern bereits im drit­ten Jahr in Fol­ge abge­nom­men. Die Daten zei­gen, dass gemein­sa­me Anstren­gun­gen der am Impf­sys­tem betei­lig­ten Akteu­re not­wen­dig sind, um hohe Impf­quo­ten zu errei­chen und zu halten.

Trotz aller Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen sind die Impf­quo­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht ent­schei­dend gestie­gen. Des­halb muss die Masern-Imp­fung in Kin­der­gär­ten und Schu­le ver­pflich­tend wer­den. Denn wer sich impft, schützt nicht nur sich selbst, son­dern auch die Gemein­schaft. 95 Pro­zent der Bevöl­ke­rung müs­sen gegen Masern geimpft sein, damit die­se hoch­an­ste­cken­de Virus­er­kran­kung aus­ge­rot­tet wer­den kann. Das ist unser Ziel.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn

Dem Robert Koch-Insti­tut wur­den für 2018 ins­ge­samt 543 Masern­er­kran­kun­gen über­mit­telt, im lau­fen­den Jahr sind es bereits mehr als 300 Fäl­le. „Fast die Hälf­te der Erkrank­ten sind jun­ge Erwach­se­ne, das weist auf die gro­ßen Impflü­cken in die­sen Alters­grup­pen hin“, betont Lothar H. Wie­ler, Prä­si­dent des Robert Koch-Insti­tuts. Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on emp­fiehlt für die nach 1970 Gebo­re­nen, die Imp­fung nach­zu­ho­len, wenn im Impf­pass kei­ne oder nur eine Masern­imp­fung aus der Kind­heit ver­merkt ist oder der Impf­sta­tus unklar ist. „Fach­über­grei­fen­des Imp­fen soll­te unab­hän­gig von Bun­des­land und Kran­ken­kas­se Nor­ma­li­tät sein, Betriebs­ärz­ten das Imp­fen erleich­tert wer­den und auch auto­ma­ti­sier­te Imp­fer­in­ne­run­gen soll­ten Stan­dard sein. Wenn dann noch nied­rig­schwel­lig Imp­fun­gen aktiv ange­bo­ten wer­den bin ich über­zeugt davon, dass die Impf­quo­ten stei­gen“, unter­streicht Wieler.

Dr. Hei­drun Thaiss, Lei­te­rin der Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung (BZgA), betont die Wich­tig­keit, Impflü­cken im Kin­des­al­ter, aber auch bei Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen, zu schlie­ßen: „Zum Schutz vor Masern ist nicht nur der recht­zei­ti­ge Auf­bau des Impf­schut­zes bis zum Ende des zwei­ten Lebens­jah­res von Bedeu­tung, son­dern auch Erwach­se­ne, die nach 1970 gebo­ren sind, soll­ten ihren Impf­schutz gegen Masern über­prü­fen las­sen. Daher rich­ten wir uns mit unse­ren Infor­ma­ti­ons­maß­nah­men gezielt an Eltern und an nach 1970 gebo­re­ne Erwach­se­ne. Zudem bie­ten wir Mul­ti­pli­ka­to­ren Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en an, um das öffent­li­che Bewusst­sein für das The­ma Imp­fen zu stär­ken. Ergeb­nis­se der bun­des­wei­ten Reprä­sen­ta­tiv­be­fra­gung der BZgA zei­gen, dass vor allem die Ärz­te­schaft bei der Auf­klä­rung zu gesund­heits­re­le­van­ten The­men eine Schlüs­sel­rol­le ein­nimmt: So hal­ten nahe­zu alle Befrag­ten (97 Pro­zent) ein per­sön­li­ches Gespräch mit einer Ärz­tin oder einem Arzt für geeig­net, um sich über Imp­fun­gen im Kin­des- und Erwach­se­nen­al­ter zu infor­mie­ren. Daher soll­te jeder Kon­takt zum Gesund­heits­sys­tem genutzt wer­den, um den Impf­sta­tus zu kon­trol­lie­ren und Imp­fun­gen aktiv anzubieten.“

Das Robert Koch-Insti­tut hat anläss­lich der dies­jäh­ri­gen Impf­wo­che am 30. April 2019 eine natio­na­le Kon­fe­renz zur „Eli­mi­na­ti­on der Masern- und Röteln in Deutsch­land“ ver­an­stal­tet. Ein Schwer­punkt stell­te die Qua­li­tät der Sur­veil­lan­ce dar. Eine gute Über­wa­chung des Krank­heits­ge­sche­hens ist eine Vor­aus­set­zung, um Infek­ti­ons­ket­ten schnell erken­nen und unter­bre­chen zu kön­nen. Zudem ist die Qua­li­tät der Sur­veil­lan­ceein zen­tra­les Kri­te­ri­um der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on zur Veri­fi­zie­rung der Eli­mi­na­ti­on. Ein Staat muss bele­gen kön­nen, dass ein Masern­stamm nicht län­ger als zwölf Mona­te im Land zir­ku­liert. Das Natio­na­le Refe­renz­zen­trum für Masern ist am Robert Koch-Insti­tut ange­sie­delt, eben­so wie die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit beru­fe­ne Natio­na­le Veri­fi­zie­rungs­kom­mis­si­on Masern/Röteln (NAVKO), die jähr­lich einen Bericht zum Stand der Masern-Eli­mi­na­ti­on erstellt. Die zen­tra­le Emp­feh­lung der Kom­mis­si­on in ihrem jüngs­ten Bericht vom Sep­tem­ber 2018: „Ange­sichts der unbe­frie­di­gen­den Situa­ti­on bei der Masern- und Rötel­neli­mi­na­ti­on regt die NAVKO ein per­so­nell und finan­zi­ell stär­ke­res Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten am Impf­we­sen in Deutsch­land an.“


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Gesundheit

Bun­des­tag beschließt Termin­ser­vice- und Versorgungsgesetz

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Ver­sor­gung wird bes­ser, schnel­ler und digi­tal­erBer­lin,  März 2019

Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len schnel­ler Arzt-Ter­mi­ne bekom­men. Das ist Ziel des Geset­zes „für schnel­le­re Ter­mi­ne und bes­se­re Ver­sor­gung“ (Termin­ser­vice- und Ver­sor­gungs­ge­setz, TSVG).

Das Gesetz soll vor­aus­sicht­lich im Mai 2019 in Kraft tre­ten und ist im Bun­des­rat nicht zustimmungspflichtig.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn: „Unser Gesund­heits­we­sen braucht ein Update. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len schnel­ler Arzt­ter­mi­ne bekom­men. Sie haben auch auf dem Land Anspruch auf eine gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Und sie ver­lan­gen zu Recht, dass wir ihnen mit digi­ta­len Lösun­gen den All­tag erleich­tern. In einem lebens­wich­ti­gen Bereich wie der Gesund­heits­ver­sor­gung muss der Staat funk­tio­nie­ren. Da bes­ser zu wer­den, ist das Ziel unse­res Gesetzes.“

Kern des Geset­zes ist der Aus­bau der Termin­ser­vice­stel­len. Sie sol­len zen­tra­le Anlauf­stel­len für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wer­den und 24 Stun­den an 7 Tagen pro Woche erreich­bar sein. Par­al­lel dazu wird das Min­dest­sprech­stun­den­an­ge­bot der Ver­trags­ärz­te erhöht. In unter­ver­sorg­ten Gebie­ten müs­sen die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen künf­tig eige­ne Pra­xen eröff­nen oder Ver­sor­gungs­al­ter­na­ti­ven anbieten.

Außer­dem wird der Leis­tungs­um­fang der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung um zusätz­li­che Ange­bo­te erwei­tert und die Kran­ken­kas­sen wer­den ver­pflich­tet, für ihre Ver­si­cher­ten spä­tes­tens ab 2021 elek­tro­ni­sche Pati­en­ten­ak­ten anzubieten.

Zu den Rege­lun­gen im Einzelnen:

Pati­en­ten sol­len schnel­ler Ter­mi­ne bekommen

Termin­ser­vice­stel­len wer­den bis zum 1.1.2020 zu Ser­vice­stel­len für ambu­lan­te Ver­sor­gung und Not­fäl­le weiterentwickelt:

  • Auch Ter­min­ver­mitt­lung zu Haus- und Kin­der­ärz­ten und Unter­stüt­zung bei der Suche nach dau­er­haft ver­sor­gen­den Haus‑, Kin­der- und Jugendärzten;
  • 4‑Wochenfrist gilt auch für die Ver­mitt­lung ter­min­ge­bun­de­ner Kin­der­vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen (U‑Untersuchungen);
  • Über bun­des­weit ein­heit­li­che Not­dienst­num­mer (116117) 24 Stun­den täg­lich an sie­ben Tagen pro Woche (24/7) erreichbar;
  • In Akut­fäl­len wer­den Pati­en­ten auch wäh­rend der Sprech­stun­den­zei­ten an Arzt­pra­xen oder Not­fall­am­bu­lan­zen oder auch an Kran­ken­häu­ser vermittelt;
  • War­te­zeit auf eine psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Akut­be­hand­lung darf maxi­mal nur 2 Wochen betragen;
  • Online-Ange­bot zu Termin­ser­vice­stel­len (damit Ter­mi­ne nicht nur tele­fo­nisch, son­dern auch online oder per App ver­ein­bart wer­den können);
  • Die Kas­sen­ärzt­li­che Bun­des­ver­ei­ni­gung regelt Nähe­res zur ein­heit­li­chen Umset­zung durch die Kas­sen­ärzt­li­chen Vereinigungen.

Ärz­te sol­len künf­tig mehr Sprech­stun­den anbieten

Das Min­dest­sprech­stun­den­an­ge­bot der nie­der­ge­las­se­nen Ärz­te wird ver­bind­lich erweitert:

  • Min­des­tens 25 Stun­den pro Woche (Haus­be­suchs­zei­ten wer­den angerechnet);
  • Die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen infor­mie­ren im Inter­net über die Sprech­stun­den­zei­ten der Vertragsärzte;
  • Fach­arzt­grup­pen der grund­ver­sor­gen­den und wohn­ort­na­hen Ver­sor­gung (z.B.kon­ser­va­tiv täti­ge Augen­ärz­te, Frau­en­ärz­te, HNO-Ärz­te) müs­sen min­des­tens 5 Stun­den pro Woche als offe­ne Sprech­stun­de anbie­ten (ohne vor­he­ri­ge Ter­min­ver­ein­ba­rung); Bun­des­man­tel­ver­trags­part­ner ver­ein­ba­ren zeit­nah Einzelheiten;
  • Die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen über­prü­fen die Ein­hal­tung der Ver­sor­gungs­auf­trä­ge ein­schließ­lich der Min­dest­sprech­stun­den künf­tig bundeseinheitlich.

Ärz­te wer­den für Zusatz­an­ge­bo­te bes­ser vergütet

Extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung, Zuschlä­ge, Ent­bud­ge­tie­rung oder bes­se­re För­de­rung für:

  • Erfolg­rei­che Ver­mitt­lung eines drin­gen­den Fach­arzt­ter­mins durch einen Haus­arzt (Zuschlag von min­des­tens 10 Euro);
  • (Akut-)Leistungen für Pati­en­ten, die von der Termin­ser­vice­stel­le ver­mit­telt wer­den (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quar­tal sowie zusätz­lich nach War­te­zeit auf die Behand­lung gestaf­fel­te Zuschläge);
  • Leis­tun­gen für neue Pati­en­ten in der Pra­xis (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quartal);
  • Leis­tun­gen, die in den offe­nen Sprech­stun­den­zei­ten erbracht wer­den (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quartal);
  • Leis­tun­gen für über­nom­me­ne Pati­en­ten nach Ter­min­ver­mitt­lung durch einen Haus­arzt (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quartal)

Ärzt­li­che Ver­sor­gung auf dem Land wird verbessert

  • Obli­ga­to­ri­sche regio­na­le Zuschlä­ge für Ärz­te auf dem Land;
  • Struk­tur­fonds der KVen wer­den ver­pflich­tend und auf bis zu 0,2 Pro­zent der Gesamt­ver­gü­tung ver­dop­pelt; Ver­wen­dungs­zwe­cke erwei­tert (z.B. auch für Inves­ti­ti­ons­kos­ten bei Pra­xis­über­nah­men, etc.);
  • KVen wer­den ver­pflich­tet, in unter­ver­sorg­ten Gebie­ten eige­ne Pra­xen (Eigen­ein­rich­tun­gen) oder mobi­le und tele­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs-Alter­na­ti­ven anzu­bie­ten, wenn es zu wenig Ärz­te gibt;
  • Län­der kön­nen bestim­men, ob bestehen­de Zulas­sungs­sper­ren für die Nie­der­las­sung in länd­li­chen oder struk­tur­schwa­chen Gebie­ten ggf. ent­fal­len können.

Mehr Leis­tun­gen und bes­se­re Versorgung

  • Aus­schrei­bun­gen für Hilfs­mit­tel (z.B. Win­deln und Geh­hil­fen) wer­den abge­schafft. Dadurch wird sicher­ge­stellt, dass es bei der Ver­sor­gung mit Hilfs­mit­teln kei­ne Abstri­che bei der Qua­li­tät gibt.
  • Bei den Heil­mit­teler­brin­gern wer­den die Prei­se für die Leis­tun­gen der The­ra­peu­ten bun­des­weit auf dem höchs­ten Niveau ange­gli­chen. Die Hono­rar­ent­wick­lung wird von der Grund­lohn­sum­me abge­kop­pelt und ermög­licht stär­ke­re Hono­rar­stei­ge­run­gen als bis­her. Außer­dem soll es bun­des­weit ein­heit­li­che Ver­trä­ge geben, die Zugangs­be­din­gun­gen der The­ra­peu­ten zur Ver­sor­gung wer­den ver­bes­sert und die The­ra­peu­ten kön­nen unab­hän­gi­ger über die Behand­lung der Pati­en­ten ent­schei­den (sog. „Blan­ko­ver­ord­nung“).
  • Für jun­ge Erwach­se­ne, die an Krebs erkrankt sind, wer­den die Kos­ten von Kryo­kon­ser­vie­rung von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­nom­men. Durch die Kon­ser­vie­rung von Keim­zell­ge­we­be, Ei- und Samen­zel­len kann die­se Pati­en­ten­grup­pe auch nach einer Krebs­be­hand­lung noch Kin­der bekommen.
  • Arz­nei­mit­tel zur Vor­beu­gung einer Infek­ti­on mit dem HI-Virus („Prä­ex­po­si­ti­ons­pro­phy­la­xe, PrEP“) wer­den für Men­schen mit erhöh­tem Anste­ckungs­ri­si­ko von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen übernommen.
  • Die Ver­sor­gung mit Impf­stof­fen wird ver­bes­sert. Die Mög­lich­keit für Exklu­siv­ver­trä­ge mit ein­zel­nen Her­stel­lern über sai­so­na­le Grip­pe­impf­stof­fe ent­fällt und die Apo­the­ken­ver­gü­tung für die­se Impf­stof­fe wird neu geregelt.
  • Rei­ne Betreu­ungs­diens­te (wie Haus­halts­hil­fe, Gesprä­che füh­ren, gedächt­nis­för­dern­de Beschäf­ti­gung, Spa­zier­gän­ge, etc.) wer­den für die Leis­tungs­er­brin­gung von Sach­leis­tun­gen in der ambu­lan­ten Pfle­ge zuge­las­sen. Damit ver­bes­sert sich die Pfle­ge zu Hau­se, weil mehr Berufs­grup­pen zur Ver­sor­gung zur Ver­fü­gung stehen.
  • Die Ver­sor­gung mit Heb­am­men wird ver­bes­sert. Dem GKV-Spit­zen­ver­band wird die Auf­ga­be über­tra­gen, Ver­si­cher­ten im Inter­net (und per App) ein Such­ver­zeich­nis zu Kon­takt­da­ten und dem Leis­tungs­spek­trum von Heb­am­men anzu­bie­ten. Ehe­ma­li­gen Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­gern wird der Wie­der­ein­stieg in ihren Beruf erleich­tert. Kran­ken­häu­ser erhal­ten Unter­stüt­zung, um ihren Heb­am­men eine geeig­ne­te Kin­der-Betreu­ung anzubieten.
  • Die Fest­zu­schüs­se für Zahn­ersatz wer­den ab dem 01.10.2020 von 50 auf 60 Pro­zent der Kos­ten für die Regel­ver­sor­gung erhöht. Dadurch wer­den die Ver­si­cher­ten, die auf eine Ver­sor­gung mit Zahn­ersatz ange­wie­sen sind, finan­zi­ell entlastet.

Mehr Digi­ta­li­sie­rung in der Versorgung

  • Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wol­len ein­fach, sicher und schnell auf ihre Behand­lungs­da­ten zugrei­fen kön­nen. Dafür muss die elek­tro­ni­sche Pati­en­ten­ak­teAll­tag wer­den. Sie ver­bes­sert auch die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Des­halb ver­pflich­ten wir die Kran­ken­kas­sen, bis spä­tes­tens 2021 ihren Ver­si­cher­ten sol­che Akten anzu­bie­ten. Wer möch­te, soll auch ohne den Ein­satz der elek­tro­ni­schen Gesund­heits­kar­te mit Smart­pho­ne oder Tablet auf medi­zi­ni­sche Daten zugrei­fen können.
  • Im Krank­heits­fall ist den meis­ten Ver­si­cher­ten der „Gel­be Schein“ seit vie­len Jah­ren ein Begriff. Die­se Arbeits­un­fä­hig­keits-Beschei­ni­gun­gen sol­len ab 2021 von den behan­deln­den Ärz­ten an die Kran­ken­as­sen nur noch digi­tal über­mit­telt werden.
  • Apps kön­nen vor allem chro­nisch Kran­ken hel­fen, ihren Pati­en­ten­all­tag zu orga­ni­sie­ren. Des­halb erlau­ben wir den Kran­ken­kas­sen, in den struk­tu­rier­ten Behand­lungs­pro­gram­men für chro­nisch Kran­ke (DMP) digi­ta­le Anwen­dun­gen zu nutzen.

Ent­schei­dun­gen der Selbst­ver­wal­tung wer­den beschleunigt

  • Ent­schei­dungs­pro­zes­se in der Gesell­schaft für Tele­ma­tik (Gema­tik) wer­den effek­ti­ver gestal­tet, damit die Ein­füh­rung wei­te­rer Anwen­dun­gen der elek­tro­ni­schen Gesund­heits­kar­te und der Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur zügig umge­setzt wird. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit über­nimmt 51 Pro­zent der Geschäfts­an­tei­le der Gematik.
  • Die Bedarfs­pla­nungs-Richt­li­nie soll durch den Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss (G‑BA) zügig ange­passt wer­den. Hier­zu wird die Frist für die Über­prü­fung durch den G‑BA auf den 1. Juli 2019 fest­ge­setzt. Dar­über hin­aus wer­den die Kom­pe­ten­zen des G‑BA wei­ter­ent­wi­ckelt, damit die vor­han­de­nen Ver­sor­gungs­be­dar­fe noch bes­ser abge­bil­det wer­den können.
  • Ver­ein­fach­te Ver­fah­ren beim G‑BA zur Erpro­bung neu­er Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den: Her­stel­lern von Medi­zin­pro­duk­ten wird die Mög­lich­keit eröff­net, die wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung und Aus­wer­tung einer Erpro­bung selbst in Auf­trag zu geben. Ent­schei­den Sie sich dage­gen oder las­sen sie die vom G‑BA gesetz­te Frist ver­strei­chen, ver­gibt der G‑BA den Auf­trag wie bis­her nach einem Ausschreibungsverfahren.

Mehr Trans­pa­renz in der Ver­sor­gung und in der Selbstverwaltung

  • Ver­si­cher­te sol­len wis­sen, wofür ihre Bei­trä­ge aus­ge­ge­ben wer­den. Wir ver­bes­sern des­halb die Trans­pa­renz bei der Ver­öf­fent­li­chung der Vor­stands­ge­häl­ter bei Kran­ken­kas­sen, dem medi­zi­ni­schen Dienst der Kran­ken­kas­sen (MDK) und den Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen sowie ihren Spit­zen­or­ga­ni­sa­tio­nen, schaf­fen kon­kre­te­re gesetz­li­che Vor­ga­ben für die Beur­tei­lung der Ange­mes­sen­heit der Ver­gü­tung durch die Auf­sichts­be­hör­den und begren­zen künf­ti­ge Ver­gü­tungs­stei­ge­run­gen bei den Spit­zen­or­ga­ni­sa­tio­nen auf Bundesebene.
  • Beschränkt wird auch der Ein­fluss von rei­nen Kapi­tal­in­ves­to­ren auf medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­tren (MVZ). So dür­fen Erbrin­ger nicht­ärzt­li­cher Dia­ly­se­leis­tun­gen künf­tig nur fach­be­zo­ge­ne MVZ grün­den. Auch die Grün­dungs­be­fug­nis für zahn­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­tren durch Kran­ken­häu­ser wird eingeschränkt.

Quel­le: Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO.de

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