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Mer­ce­des-Benz Cars eröff­net Pkw-Werk in Russland

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  • Mer­ce­des-Benz Cars inves­tiert mehr als 250 Mil­lio­nen Euro und schafft über 1.000 Arbeits­plät­ze im neu­en Werk in Russland.
  • In der Regi­on Mos­kau wer­den Mer­ce­des-Benz Model­le für den loka­len Markt produziert.
  • Als ers­tes Fahr­zeug im neu­en Mer­ce­des-Benz Werk Mosco­via rollt die Mer­ce­des-Benz E‑Klasse Limou­si­ne vom Band.
  • Die­ter Zet­sche, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Daim­ler AG und Lei­ter Mer­ce­des-Benz Cars: „Das Mer­ce­des-Benz Werk ist ein wei­te­rer Bau­stein unse­rer Stra­te­gie, dort zu pro­du­zie­ren, wo unse­re Kun­den sind. Und davon pro­fi­tie­ren bei­de Part­ner: Russ­land und Mercedes-Benz.“

Mos­kau. Mer­ce­des-Benz Cars star­tet die Pro­duk­ti­on im neu­en Pkw-Werk Mosco­via mit dem Anlauf der Mer­ce­des-Benz E‑Klasse Limou­si­ne für den loka­len Markt. Der E‑Klasse wer­den SUV-Model­le fol­gen. Mer­ce­des-Benz Cars inves­tiert in das Werk in der Regi­on Mos­kau ins­ge­samt mehr als 250 Mil­lio­nen Euro. Über 1.000 Mit­ar­bei­ter wer­den in Pro­duk­ti­on und Ver­wal­tung des neu­en Mer­ce­des-Benz Werks arbei­ten. Das Mer­ce­des-Benz Werk Mosco­via zeich­net sich durch eine fle­xi­ble und grü­ne Pro­duk­ti­on aus und wird moder­ne Indus­trie 4.0‑Technologien einsetzen.

„Das Mer­ce­des-Benz Werk Mosco­via ist ein wei­te­rer Bau­stein unse­rer Stra­te­gie, dort zu pro­du­zie­ren, wo unse­re Kun­den sind. Und davon pro­fi­tie­ren bei­de Part­ner: Russ­land und Mer­ce­des-Benz“, sag­te Die­ter Zet­sche, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Daim­ler AG und Lei­ter Mer­ce­des-Benz Cars.

An der Eröff­nung des neu­en Werks nah­men Die­ter Zet­sche, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Daim­ler AG und Lei­ter Mer­ce­des-Benz Cars, Vla­di­mir Putin, Prä­si­dent der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, Peter Alt­mai­er, Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Ener­gie, Denis Man­tur­ov, Indus­trie- und Han­dels­mi­nis­ter der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, Andrej Vor­ob­jov, Gou­ver­neur der Regi­on Mos­kau, sowie Mar­kus Schä­fer, Mit­glied des Bereichs­vor­stands Mer­ce­des-Benz Cars, Pro­duk­ti­on und Sup­ply Chain, Jan Made­ja, CEO und Prä­si­dent von Mer­ce­des-Benz RUS AO, und Axel Ben­se, CEO Mer­ce­des-Benz Manu­fac­tu­ring Rus, teil.

Inves­ti­tio­nen von mehr als 250 Mil­lio­nen Euro

2017 hat Mer­ce­des-Benz Cars den Grund­stein für das neue Werk in der Regi­on Mos­kau gelegt, das in weni­ger als zwei Jah­ren Bau­zeit ent­stan­den ist. Es befin­det sich etwa 40 Kilo­me­ter nord­west­lich der rus­si­schen Haupt­stadt Mos­kau im Indus­trie­park Esi­po­vo und erstreckt sich über eine Flä­che von 85 Hekt­ar. Feder­füh­rend für die neue Pkw-Pro­duk­ti­on in Russ­land ist die eigens gegrün­de­te Pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaft Mer­ce­des-Benz Manu­fac­tu­ring RUS (MBMR). Das Werk ist Teil des glo­ba­len Pro­duk­ti­ons­netz­werks mit mehr als 30 Stand­or­ten weltweit.

„Unse­re Inves­ti­tio­nen in das neue Mer­ce­des-Benz Werk in Russ­land sind ein wich­ti­ger Stell­he­bel, um das glo­ba­le Pro­duk­ti­ons­netz­werk von Mer­ce­des-Benz Cars noch fle­xi­bler auf­zu­stel­len und markt­nah zu pro­du­zie­ren. Auch im neu­en Werk wer­den wir moderns­te Tech­no­lo­gien ein­set­zen und in Mer­ce­des-Benz Top-Qua­li­tät pro­du­zie­ren“, sag­te Mar­kus Schä­fer, Mit­glied des Bereichs­vor­stands Mer­ce­des-Benz Cars, Pro­duk­ti­on und Sup­ply Chain.

Wirt­schafts­mo­tor für die Regi­on Moskau

Mit dem Start einer loka­len Mer­ce­des-Benz Pkw-Pro­duk­ti­on knüpft Daim­ler an das bis­he­ri­ge Enga­ge­ment des Unter­neh­mens in Russ­land an. Mit den neu­en Kapa­zi­tä­ten sol­len die in Russ­land beson­ders hohe Nach­fra­ge nach
Mer­ce­des-Benz E‑Klasse Limou­si­nen und SUVs bedient wer­den. Daher wird das Werk zusätz­lich zur E‑Klasse auch SUV-Model­le fer­ti­gen. Damit wer­den die in Russ­land meist­ver­kauf­ten Pkw von Mer­ce­des-Benz künf­tig direkt im vor Ort her­ge­stellt. Mer­ce­des-Benz ist seit 2013 die zulas­sungs­stärks­te Pre­mi­um­mar­ke unter den Auto­mo­bil­her­stel­lern in Russ­land. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren hat das Unter­neh­men sei­nen Pkw-Absatz hier mehr als verdoppelt.

„Der rus­si­sche Auto­mo­bil­markt bleibt ein Schlüs­sel­markt für deut­sche Auto­mo­bil­her­stel­ler. Die Eröff­nung des russ­land­weit ers­ten Wer­kes von Mer­ce­des-Benz Cars ist ein Mei­len­stein für das Enga­ge­ment von Mer­ce­des-Benz in Russ­land, aber auch für das Enga­ge­ment deut­scher Unter­neh­men in Russ­land ins­ge­samt“, sag­te Peter Alt­mai­er, Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Energie.

Die Pro­duk­ti­on: hoch­fle­xi­bel, ver­netzt und umweltfreundlich

Die Pro­duk­ti­on im Mer­ce­des-Benz Werk zeich­net sich durch moderns­te und inno­va­ti­ve Indus­trie 4.0‑Technologien aus. Fah­rer­lo­se Trans­port­sys­te­me beför­dern die Karos­se­rien zwi­schen den Gewer­ken. In der Mon­ta­ge wer­den zudem auto­ma­ti­sier­te Waren­korb­sys­te­me genutzt. Dazu kom­men zukunfts­ori­en­tier­te Lösun­gen zur Ver­bes­se­rung von Ergo­no­mie und Effi­zi­enz wie die Mensch-Robo­ter-Koope­ra­ti­on beim Ein­bau der Front­schei­be ohne Schutzzaun.

Zahl­rei­che umwelt- und res­sour­cen­scho­nen­de Lösun­gen wie eine papier­lo­se Doku­men­ta­ti­on, emis­si­ons­freie Elek­tro-Gabel­stap­ler, Wär­me­rück­ge­win­nung in den Gebäu­den und die Ver­wen­dung was­ser­lös­li­cher Pro­duk­te in der Lackie­rung machen die Pro­duk­ti­on nach­hal­tig und grün. Das „One-Roof-Kon­zept“ bün­delt alle Arbeits­schrit­te unter einem Dach. Es ermög­licht kur­ze Wege und eine schnel­le, direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on. Die­ser Gedan­ke spie­gelt sich auch in der Archi­tek­tur: Glas­wän­de die­nen als ver­bin­den­des Ele­ment und gestal­ten den Raum zwi­schen den Arbeits­plät­zen in der Ver­wal­tung und der Pro­duk­ti­on transparent.

„In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben wir das Fun­da­ment für eine lang­fris­tig erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit mit der rus­si­schen Regie­rung und ins­be­son­de­re dem Minis­te­ri­um für Indus­trie und Han­del sowie der Regi­on Mos­kau gelegt. Wir schaf­fen neue und hoch­qua­li­fi­zier­te Arbeits­plät­ze. Damit tra­gen wir aktiv zur Wei­ter­ent­wick­lung der gesam­ten Regi­on bei“, so Axel Ben­se, CEO Mer­ce­des-Benz Manu­fac­tu­ring RUS.

Von mehr als 1.000 geplan­ten Beschäf­tig­ten hat etwa die Hälf­te bereits die Arbeit auf­ge­nom­men. Die Recrui­t­ing- und Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men für die ver­blei­ben­den offe­nen Stel­len in der Pro­duk­ti­on lau­fen und wer­den in Kür­ze abge­schlos­sen. Die Beleg­schaft stammt über­wie­gend aus der Regi­on und wur­de gezielt in bestehen­den Mer­ce­des-Benz Wer­ken in aller Welt sowie in Koope­ra­ti­on mit den loka­len Berufs­schu­len qualifiziert.

„Vie­le Auto­her­stel­ler haben ihre Pro­duk­ti­on in Russ­land bereits loka­li­siert. Heu­te schließt sich ihnen auch Mer­ce­des-Benz an. Die Pro­jekt­rea­li­sie­rung umfasst nach vor­läu­fi­gen Berech­nun­gen rund 19 Mrd. Rubel und wird die Pro­duk­ti­on von ver­schie­de­nen Fahr­zeug­mo­del­len ermög­li­chen. Ent­schei­dend ist, dass tech­no­lo­gisch anspruchs­vol­le Arbei­ten wie Schwei­ßen, Lackie­ren und Mon­ta­ge sowie die Qua­li­täts­prü­fung der fer­ti­gen Fahr­zeu­ge im neu­en Werk in Russ­land durch­ge­führt wer­den“, sag­te Denis Man­tur­ov, Indus­trie- und Han­dels­mi­nis­ter der Rus­si­schen Föderation.

„Dank der Unter­stüt­zung des Prä­si­den­ten konn­te ein ehr­gei­zi­ges und umfas­sen­des Pro­jekt in der Regi­on Mos­kau rea­li­siert wer­den, das mei­nes Erach­tens ein Mei­len­stein für das gesam­te Land sein wird. Ich dan­ke auch dem Vor­stand von Daim­ler für das Ver­trau­en und den Wunsch, das Werk in unse­rer Regi­on zu errich­ten. Wir unse­rer­seits haben alles unter­nom­men, um sicher­zu­stel­len, dass die Eröff­nung des Werks pünkt­lich erfolgt. Von beson­de­rer Bedeu­tung ist für uns die Zusam­men­ar­beit des Werks mit unse­ren Fach­schu­len. Die Stu­den­ten, die an der Fach­schu­le ‚Pod­mos­ko­wje‘ im Rah­men des Pro­gramms ‚Mer­ce­des‘ stu­die­ren sind hoch­mo­ti­viert. Und für uns ist es wich­tig, dass die Absol­ven­ten einen begehr­ten Job mit einem ange­mes­se­nen Gehalt bekom­men“, sag­te Andrej Vor­ob­jov, Gou­ver­neur der Regi­on Moskau.

Die E‑Klasse: die intel­li­gen­tes­te Limou­si­ne der Business-Klasse

Mit dem Start des neu­en Pro­duk­ti­ons­werks wur­de gleich­zei­tig der Anlauf der Mer­ce­des-Benz E‑Klasse Limou­si­ne in Mos­kau gefei­ert. Das Modell ist unter ande­rem mit den aktu­ells­ten Fahr­as­sis­tenz-Sys­te­men wie dem Akti­ven Abstands-Assis­tent DISTRONIC aus­ge­stat­tet und schließt damit in vie­len Punk­ten zur S‑Klasse auf. Mer­ce­des-Benz Intel­li­gent Dri­ve Tech­no­lo­gien ent­las­ten den Fah­rer spür­bar und sor­gen für mehr Kom­fort. Die aktu­el­le Bau­rei­he gilt daher nicht nur als die ele­gan­tes­te, son­dern auch als die intel­li­gen­tes­te Limou­si­ne der Business-Klasse.

Einen evo­lu­tio­nä­ren Sprung macht vor allem die Sprach­steue­rung LINGUATRONIC: Hier­über kön­nen die Fah­rer erst­mals nicht nur Entertainment‑, son­dern auch Fahr­zeug­funk­tio­nen steu­ern – etwa Tem­pe­ra­tur oder Geblä­se­stär­ke. Das Sys­tem nutzt fest hin­ter­leg­te Kom­man­dos und ist nicht auf eine Inter­net­ver­bin­dung ange­wie­sen. Pro Kom­man­do sind meh­re­re 100 Alter­na­ti­ven hin­ter­legt, so dass LINGUATRONIC nahe­zu jeden Befehl ver­steht. Das Sys­tem ist der­zeit in 22 Spra­chen ver­füg­bar, unter ande­rem auch auf Russisch.

Zu den High­lights der Innen­aus­stat­tung zählt außer­dem die erwei­ter­te, dyna­mi­sche Ambi­en­te­be­leuch­tung mit 64 Far­ben und drei Farb­zo­nen. Sie struk­tu­riert das Inte­ri­eur optisch und bie­tet auch funk­tio­na­le Aspek­te: Soll die Tem­pe­ra­tur in einem Bereich des Fahr­zeugs stei­gen, wird die­ser kurz­zei­tig rot illuminiert.

Über Mer­ce­des-Benz Cars Operations

Mer­ce­des-Benz Cars Ope­ra­ti­ons (MO) ver­ant­wor­tet die Pkw-Pro­duk­ti­on an welt­weit mehr als 30 Stand­or­ten. Zwei davon befin­den sich der­zeit im Auf­bau. Inner­halb eines fle­xi­blen und effi­zi­en­ten Pro­duk­ti­ons­netz­werks mit rund 78.000 Beschäf­tig­ten gehö­ren dazu die zen­tra­len Funk­tio­nen Pro­duk­ti­ons­pla­nung, TECFABRIK, Logis­tik und Qua­li­täts­ma­nage­ment. Das Netz­werk ori­en­tiert sich an den Pro­dukt­ar­chi­tek­tu­ren Front­an­trieb (Kom­pakt­wa­gen) und Heck­an­trieb (zum Bei­spiel S‑, E- und C‑Klasse) sowie den SUV- und Sport­wa­gen­ar­chi­tek­tu­ren. Dazu kommt ein Pro­duk­ti­ons­ver­bund für den Power­train (Moto­ren, Getrie­be, Ach­sen, Kom­po­nen­ten). Im Mit­tel­punkt eines jeden Archi­tek­tur-Pro­duk­ti­ons­ver­bunds steht ein Lead-Werk, das als Kom­pe­tenz­zen­trum für Neu­an­läu­fe, Tech­no­lo­gie und zur Qua­li­täts­si­che­rung dient. Mer­ce­des-Benz Cars ist bereit für die Elek­tro­mo­bi­li­tät: Rund um den Glo­bus ent­ste­hen aktu­ell Elek­tro-Hubs für die Fer­ti­gung von E‑Fahrzeugen und Bat­te­rien. In der täg­li­chen Arbeit liegt der Fokus auf der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung sowie der Wei­ter­ent­wick­lung von moder­nen Fer­ti­gungs­ver­fah­ren, die eine effi­zi­en­te, fle­xi­ble und umwelt­freund­li­che Pro­duk­ti­on künf­ti­ger High­tech-Fahr­zeu­ge in Mer­ce­des-Benz Qua­li­tät ermög­li­chen. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine geziel­te ergo­no­mi­sche Gestal­tung des Arbeits­plat­zes sowie durch eine intel­li­gen­te Auto­ma­ti­sie­rung unter­stützt wird. Neben eige­nen Pro­duk­ti­ons­wer­ken setzt Mer­ce­des-Benz im Rah­men des Wachs­tums­kur­ses ver­stärkt auf Kooperationen.

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Min­dest­lohn steigt auf 9,35 Euro

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Der gesetz­li­che Min­dest­lohn steigt zum 1. Janu­ar 2020 auf 9,35 Euro je Stun­de. Anläss­lich der lau­fen­den Debat­te zur Höhe des Min­dest­lohns sag­te DGB-Vor­stands­mit­glied Ste­fan Kör­zell am Mitt­woch in Berlin:

„Die Min­dest­lohn­kom­mis­si­on berät in die­sem Jahr über die nächs­te Erhö­hung. Die Gewerk­schaf­ten wol­len einen armuts­fes­ten Min­dest­lohn, der zum Leben reicht. Die in der Debat­te genann­te Richt­grö­ße von 12 Euro ent­spricht aktu­ell ca. 60 Pro­zent des mitt­le­ren Ein­kom­mens bei Voll­zeit­be­schäf­ti­gung. Da die Arbeit­ge­ber in der Kom­mis­si­on eine Erhö­hung hin zu einem armuts­fes­ten Min­dest­lohn ableh­nen, muss die Poli­tik han­deln und das Niveau anpas­sen. Das Min­dest­lohn­ge­setz wird in die­sem Jahr eva­lu­iert, das soll­ten die poli­ti­schen Par­tei­en über Frak­ti­ons­gren­zen hin­weg ent­spre­chend nut­zen. Für wei­te­re, künf­ti­ge Erhö­hun­gen wäre dann wie­der die Min­dest­lohn­kom­mis­si­on verantwortlich.

Der Min­dest­lohn ist aber nur die unters­te Hal­te­li­nie, unter der kein Lohn in Deutsch­land gezahlt wer­den darf. Die Gewerk­schaf­ten wol­len zual­ler­erst Gute Arbeit und gute Löh­ne – und die gibt es nur mit Tarif­ver­trä­gen. Der Staat als größ­ter Auf­trag­ge­ber kann und soll­te mit Tarif­treue­ge­set­zen dafür sor­gen, dass sei­ne Auf­trä­ge aus­schließ­lich an tarif­ge­bun­de­ne Unter­neh­men ver­ge­ben wer­den und Tarif­ver­trä­ge leich­ter für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt wer­den können.“

Beim Min­dest­lohn gebe es laut Kör­zell immer noch mil­lio­nen­fach Betrü­ge­rei­en auf Arbeit­ge­ber­sei­te. „Das Poten­ti­al an kri­mi­nel­len Arbeit­ge­bern ist enorm. Des­halb müs­sen die Kon­trol­len – auch zum Schutz der ehr­li­chen Arbeit­ge­ber – ver­stärkt wer­den. Not­wen­dig sind mehr ver­dachts­un­ab­hän­gi­ge Stich­pro­ben durch die Finanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit (FKS). Die Beschäf­tig­ten soll­ten ihre Arbeits­zei­ten doku­men­tie­ren und Ver­stö­ße bei der FKS mel­den. Dafür braucht die beim Zoll ange­sie­del­te Behör­de (FKS) aber deut­lich mehr Per­so­nal. Der geplan­te Stel­len­auf­wuchs muss schnell rea­li­siert werden.“

Hin­ter­grund:

Die Min­dest­lohn­kom­mis­si­on besteht aus sie­ben stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­dern: dem Vor­sit­zen­den der Kom­mis­si­on und je drei Vertreter*Innen der Gewerk­schaf­ten und der Arbeit­ge­ber, sowie aus zwei nicht stimm­be­rech­tig­ten wis­sen­schaft­li­chen Mit­glie­dern. Laut Min­dest­lohn­ge­setz wird der gesetz­li­che Min­dest­lohn alle zwei Jah­re neu fest­ge­legt. Im Juni 2018 hat­te die Kom­mis­si­on emp­foh­len, den gesetz­li­chen Min­dest­lohn in zwei Schrit­ten zu erhö­hen. 2019 gal­ten 9,19 Euro, seit 1. Janu­ar die­ses Jah­res 9,35 Euro Min­dest­lohn. Die Min­dest­lohn­kom­mis­si­on wird Mit­te 2020 eine Emp­feh­lung für die wei­te­re Erhö­hung des gesetz­li­chen Min­dest­lohns ab 1.1.2021 aus­spre­chen. Sofern die Bun­des­re­gie­rung die­ser Emp­feh­lung zustimmt und sie per ent­spre­chen­der Ver­ord­nung umsetzt, wird die­se Emp­feh­lung dann der neue gesetz­li­che Min­dest­lohn ab 2021.


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Fami­li­en­leis­tun­gen Das ändert sich 2020

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Zum 1. Janu­ar 2020 tre­ten Ände­run­gen beim Kin­der­zu­schlag, beim Unter­halts­vor­schuss und bei den Kin­der­frei­be­trä­gen in Kraft. Von den Ver­bes­se­run­gen pro­fi­tie­ren ins­be­son­de­re Fami­li­en mit klei­nen Einkommen.

Für vie­le Müt­ter, Väter und ihre Kin­der ver­bes­sern sich zum Jah­res­wech­sel Leis­tun­gen vom Staat. Vor allem Fami­li­en mit klei­nen Ein­kom­men und Allein­er­zie­hen­de, die etwas mehr Unter­stüt­zung brau­chen, pro­fi­tie­ren. Eine Übersicht.

Allein­er­zie­hen­de, die vom ande­ren Eltern­teil kei­nen oder nicht regel­mä­ßig Unter­halt für ihr Kind erhal­ten, kön­nen Unter­halts­vor­schuss bean­tra­gen. So hilft die Leis­tung Allein­er­zie­hen­den, die finan­zi­el­le Lebens­grund­la­ge ihrer Kin­der zu sichern. Die Sät­ze wer­den zum 1. Janu­ar 2020 erhöht.

  • Für Kin­der bis fünf Jah­ren steigt der Unter­halts­vor­schuss um 15 Euro auf bis zu 165 Euro.
  • Für Kin­der zwi­schen sechs und elf Jah­ren beträgt der Unter­halts­vor­schuss künf­tig bis zu 220 Euro. Das ist ein Plus von 18 Euro.
  • Für Kin­der von zwölf bis ein­schließ­lich 17 Jah­ren liegt der Unter­halts­vor­schuss im neu­en Jahr bei bis zu 293 Euro, statt wie bis­her bei bis zu 272 Euro.

Zum 1. Janu­ar ent­fal­len beim Kin­der­zu­schlag die obe­ren Ein­kom­mens­gren­zen. Dadurch kön­nen auch Fami­li­en mit etwas höhe­ren Ein­kom­men Kin­der­zu­schlag bezie­hen. Das Ein­kom­men der Eltern, das über den eige­nen Bedarf hin­aus­geht, wird dabei nur noch zu 45 Pro­zent ange­rech­net, statt wie bis­her zu 50 Pro­zent. Bereits zum 1. Juli 2019 stieg der Kin­der­zu­schlag von maxi­mal 170 Euro auf bis zu 185 Euro pro Monat und Kind.

Zum 1. Janu­ar erhö­hen sich außer­dem die Kin­der­frei­be­trä­ge. Der Kin­der­frei­be­trag liegt künf­tig bei 5172 Euro. Der Betrag erhöht sich damit um 192 Euro. Eltern erhal­ten — je nach Ein­kom­men — ent­we­der Kin­der­geld oder die Frei­be­trä­ge für Kin­der bei der Ein­kom­men­steu­er. Dabei prüft das Finanz­amt, wel­che der bei­den Leis­tun­gen für Eltern güns­ti­ger ist.

Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag


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WIS­SING-State­ment: Stu­fen­plan der Bun­des­re­gie­rung muss jetzt bald kommen Zur Ankün­di­gung der Bun­des­kanz­le­rin nach einem mehr­stu­fi­gen Locke­rungs­plan, der Zulas­sung für Schnell­tests...

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Haus & Garten

Effek­tiv­zins: Das Preis­schild der Immobilienfinanzierung

Anbie­ter von Dar­le­hen zur Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung müs­sen Ihnen einen effek­ti­ven Jah­res­zins ange­ben. Die­ser Effek­tiv­zins soll Ihnen hel­fen, unter­schied­li­che Kre­dit­an­ge­bo­te mit­ein­an­der zu...

Reisen

Tou­ris­mus in Deutschland

WIESBADEN – Die Coro­na-Kri­se hat die Tou­ris­mus­bran­che in Deutsch­land schwer getrof­fen: Im Jahr 2020 ver­zeich­ne­ten die Beher­ber­gungs­be­trie­be in Deutsch­land 302,3 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen in-...

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Die Deut­sche Fehnroute

Lang­ge­streck­te Fehn­dör­fer sind cha­rak­te­ris­tisch für die 173 km lan­ge Deut­sche Fehn­rou­te, die als Auto- und Rad­fahr­stre­cke her­vor­ra­gend in bei­de Rich­tun­gen aus­ge­schil­dert...

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Herz­stü­cke in Ostfriesland

“Herz­stü­cke in Ostfriesland” Ent­de­cken Sie die Herz­stü­cke Ost­fries­lands: Weit weg von Tou­ris­ten­strö­men zeigt Ihnen die­ser Rei­se­füh­rer, wo sie das authen­ti­sche...

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Herz­stü­cke im Allgäu

“Herz­stü­cke im Allgäu”   Ent­de­cken Sie die Herz­stü­cke des All­gäus: Weit weg von Tou­ris­ten­strö­men zeigt Ihnen die­ser Rei­se­füh­rer, wo sie...

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Van Dörp to Dörp

Eine Rund­fahrt durch die Gemein­den Große­fehn, Hesel, Ihlow und Moorm­er­land, bei der man die ursprüng­lichs­ten „Ecken“ Ost­fries­lands, die male­ri­sche Fehn­land­schaft...

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“101 Din­ge, die man über Land­ma­schi­nen wis­sen muss”

  Was wiegt 18 Ton­nen und wur­de auf der Auto­bahn ertappt? War­um ist Schott­land für die Geschich­te der Land­ma­schi­nen wich­tig?...

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High­lights Oman mit Dubai und Abu Dhabi

“High­lights Oman mit Dubai und Abu Dhabi”   Der idea­le Bild­band für die Urlaubs­pla­nung stellt Ihnen die 50 attrak­tivs­ten Zie­le im...

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